Donnerstag, 1. Mai 2014

Gleimstraße 52: Dieser Blog bleibt für immer!

Gleimstraße 52

Die Diskussion um diesen Blog war der zentrale Punkt bei der Gerichtsverhandlung am 17.04.2014 im Amtsgericht Mitte.
Aber es gab auch einen äußeren Rahmen.

Wie wir schon berichteten, initiierte die Gleimstraße 52 GmbH &Co KG eine mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Mitte.






Grund dafür war die erfolgreich durchgeführte Zwangsvollstreckung und Pfändung des Geschäftskontos besagter KG, um die zerstörten Außenwandheizer einer bewohnten Wohnung wiederherzustellen.
Innerhalb weniger Minuten war klar, dass die Verhandlung vollkommen überflüssig ist, da die andere Seite zu spät Beschwerde eingelegt hat. Somit war die Sache erledigt. Der Mieter durfte vollstrecken, der Mieter ließ vollstrecken und wird auch in Zukunft nicht zögern zu vollstrecken, wenn es sein muss, denn es scheint das einzig wirksame Instrument zu sein, um den Vermieter zu zwingen seinen Pflichten nachzukommen.

Doch nun zum Wesentlichen.

Der Zufall wollte es, dass der Richter, der diese Verhandlung leitete, auch für die Duldungsklage des betroffenen Mieters zuständig ist.

Es folgt ein Teil des Gedächtnisprotokolls einer Zuschauerin aus dem Publikum.
...“
Rechtsanwalt „M“ (Gleim KG): „...und wir sind davon ausgegangen, dass mit einem Ölradiator genüge getan würde, es waren doch Männer da gewesen.“

Richter : „ Ein Mann war da, laut Protokoll. In so einem Falle ist die Kostenübernahme durch den Vermieter und ein extra Zähler von Vattenfall, damit man den Stromverbrauch genau ablesen kann. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr, die Sache ist ja erledigt. Aber wir sehen uns ja bald wieder, ich hatte gedacht, dass es zu einer Einigung kommt, ist denn keine Einigung in Sicht?“

Rechtsanwältin „H“ (Mieter): „ Ja, wir waren uns schon fast einig und hatten uns schon auf 5 € angenähert, aber dann war da noch ein Punkt, auf den sich mein Mandant nicht einlassen konnte.“

Alle blicken zum Rechtsanwalt „M“.

Rechtsanwalt „M“ (Gleim KG): „Der Mieter führt einen Blog zu Lasten meines Mandanten und wollte ihn nicht vom Netz nehmen.“

Richter: „Welchen Blog denn?“

Rechtsanwalt „M“ (Gleim KG): „ Na, den Blog, auf dem er diese ganze Sache beschreibt, das ist doch auch ein Teil der Geschichte und wir denken, dass es als Konsequenz der Einigung dazu gehört, dass das bereinigt wird und der Blog verschwindet.“

Der Richter holt tief Luft und schwankt kurz zwischen Grinsen und Entsetzen.

Richter: „Das betrifft jetzt die Meinungsfreiheit. Wir haben da mehr Fälle. Fast jedes Haus führt einen Blog. Schauen Sie sich die Kopenhagener Straße an. Noch leben wir in einem Rechtsstaat, der Blog ist nicht Teil der Gerichtssache, Sie wollen den Blog wohl kaufen? Wenn Sie sich irgendwie verunglimpft fühlen, haben Sie die Möglichkeit den Rechtsweg zu nehmen, das sieht das Gesetz vor, aber Sie können nicht verbieten, das man Informationen für andere zur Verfügung stellt.“

Rechtsanwalt „M“ (Gleim KG): „Aber das gehört doch dazu...“

Der Richter ist erheitert aufgrund so viel Unbelehrbarkeit, auch das Publikum lacht auf...


Zitat Ende.
Der Mandant, zu dessen vermeintlichen Lasten dieser Blog geführt wird, ist Sascha Klupp.



Zu diesem Zeitpunkt war die Heizung in der Wohnung des betroffenen Mieters mehr als zwei Monate außer Betrieb.



Im Übrigen ist Klupp selbst ein durch und durch medialer Mensch, man kann sagen, ein leidenschaftlicher Blogger.



Es scheint Klupp Methode zu sein, kritische Berichterstattung über ihn und seine Tätigkeit mit Geld zu unterbinden.

Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist der Film über Bergstraße 62. Ab Minute 42:00


Was diesen Blog betrifft, er steht nicht zum Verkauf oder Tausch. Dieser Blog bleibt für IMMER! Solange es das Internet gibt.

Dieser Blog bleibt als virtuelles Denk-Mal für den Widerstand der Mietergemeinschaft aus dem Hause in der Gleimstraße 52 gegen eine beispiellose Entmietungskampagne!

Dieser Blog bleibt als Beispiel und praktische Anleitung für andere Mieter.
Und er bleibt als Fanal für die potenzielle Kundschaft von Sascha Klupp aufrecht stehen, damit Menschen erfahren können, mit welchen Methoden er ihnen den Traum von den eigenen vier Wänden ermöglicht hat. Denn wie in Il grande silenzio (dt. Titel: Leichen pflastern seinen Weg), dem berühmten Italo-Western von 1968, in dem allein Geld & Skrupellosigkeit regieren, ist auch in die Stille, die nun in der Gleimstraße 52 herrscht, teuer erkauft – von Menschen, die kein Mitleid zu erwarten haben, weil sie nicht über ungemein viel Geld verfügten.

"Großartig Sheriff, wenn Sie mich nicht gefesselt hätten, würde ich Beifall klatschen."


ENDE DER DURCHSAGE.